Medienexperte Prof.  Dr. Frühbrodt
DIE KRITISCHE STIMME
Als Medienforscher schätze ich die fundierte Analyse. Ich bringe die Dinge aber auch gerne auf den Punkt. Klar und kritisch. Ich gebe Einschätzungen zu Themen der politischen Kommunikation. Zur Krisenkommunikation von Unternehmen. Und natürlich zu aktuellen Entwicklungen in der Medienlandschaft - ob neue Sendeformate, neue Geschäftsmodelle oder Firmenübernahmen.
WICHTIGER HINWEIS
Ich äußere mich grundsätzlich sehr gerne zu allen Medienthemen und bin auch erfreut über jeden, der sich für das Themenfeld interessiert. Aus zeitlichen und rechtlichen Gründen kann ich jedoch nur professionellen Medienhäusern und -machern sowie Unternehmen und Institutionen zur Verfügung stehen. Private Anfragen kann ich leider nicht beantworten. Ich bitte freundlich um Verständnis.

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Statements

Rechte “Breitbart”-Seite will auch in Deutschland Stimmung machen

Print in Rechte Breitbart-Seite will auch in Deutschland Stimmung machen

Mit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten ist plötzlich auch in Deutschland eine Website bekannt geworden: “Breitbart News”, das Sprachrohr der Trump-Anhänger. Breitbart-Chef Stephen Bannon wird nicht nur Oberberater des neuen Präsidenten, er will sein rechtsgerichtetes Blog (von einer Newssite im klassischen Sinne lässt sich wohl kaum reden) auch in Deutschland etablieren. Wie die Chancen für einen Erfolg stehen, wollte das englischsprachige Online-Magazin The Local herausfinden – und hat dazu mich befragt (zweite Hälfte des Artikels).

taz: Der Niedergang der “jungen Welt”

Print in taz: Der Niedergang der jungen Welt

Keine gute Zeit für linke Medien, zumal denn nicht, wenn sie einen dogmatisch-marxistischen Einschlag haben. Die taz wollte von mir einige Einschätzungen haben über den Zustand der “jungen Welt”, die sich vor kurzem mehr oder minder selbst angezählt hat. Meine Zitate finden verstreut über den Text.

WDR: Werbung im Internet

Print in WDR: Werbung im Internet

Am 7.11. habe ich in der Sendung “Politikum” über die Verwerfungen der Internet-Werbung Rede und Antwort gestanden, wenn auch nur gut 5 Minuten lang. “Politikum” ist ein Meinungsmagazin des Wortprogramms WDR 5. Hier, genauer gesagt ab Minute 1:40,  ist das Interview zu hören.

FAS: “Content – Ein ziemlich großes Ding”

Print in FAS: Content - Ein ziemlich großes Ding

Grundsätzlich sehr erfreulich, wenn ich auf Seite 1 des Feuilletons der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” zitiert werde. So geschehen am 25.10.2016.  Allerdings hat der Autor nicht persönlich mit mir gesprochen, sondern sich reichlich aus meiner Studie für die Otto-Brenner-Stiftung bedient. Ganz (oder richtig) gelesen hat er sie aber offenbar nicht, denn Autor Mark Siemons behauptet, ich ginge noch fälschlicherweise von einer strikten Trennung zwischen Medienhäusern und ganz gewöhnlichen Unternehmen aus. Genau dies tue ich halt nicht, sondern sage die immer größere Verwischung der Grenzen voraus.

Unabhängigkeit betonen? Oder Meinungsführerschaft erkämpfen?

Print in Unabhängigkeit betonen? Oder Meinungsführerschaft erkämpfen?

Wie reagieren die klassischen Medienhäuser auf den Boom des Content Marketing? Das konnte ich am 22.9. beim Verlagsforum von Baurs Verlagsunion erfahren, das jährlich stattfindet. Diesmal in Bonn. Die Reaktionen sind sehr uneinheitlich, um die Eingangsfrage zu beantworten.

In Bonn versammelten sich zum Thema „Corporate Media – die neue Konkurrenz?“ rund 30 Vertreter vornehmlich kleinerer und mittelgroßer Zeitschriftenverlage, allerdings waren auch einige Dickschiffe wie Heise mit von der Partie. Ich durfte einen Vortrag zum Thema halten und dann mit den Teilnehmern des Verlagsforums diskutieren.

Ergebnis: Einige wollen ihr klares journalistisches Profil schärfen, andere wollen selbst in das wachsende Geschäft mit Corporate Media einsteigen und wieder andere wollen sich in ihren Geschäftsmodellen den Unternehmensmedien stärker annähern, indem sie in ihrer redaktionellen Arbeit öfter „die positiven Dinge“ hervorheben. Besonders interessant für mich: Ich plädiere bei Vorträgen immer für die Stärkung der journalistischen Unabhängigkeit als USP. Ein Verlagsvertreter erklärte jedoch, dass das Alleinstellungsmerkmal seiner Zeitschriften in der Meinungsführerschaft bestünde. Diese habe der Verlag mühsam von kommerziellen Blogs zurückerobern müssen. Meiner Meinung nach schließt sich beides nicht aus.

Wie die klassischen Medienhäuser auf Content Marketing reagieren

Print in Wie die klassischen Medienhäuser auf Content Marketing reagieren

Unternehmen setzen immer mehr auf ihre eigenen Medienkanäle und produzieren dafür auch eigene Inhalte. Content Marketing nennt man das – ich habe vor kurzem eine Studie darüber veröffentlicht. Der Evangelische Pressedienst (epd) bat mich nun, einen Essay darüber zu schreiben, wie die klassischen Medienhäuser auf diese Invasion des Unternehmensjournalismus reagieren. In der Tat: Sie agieren nicht, sie reagieren vor allem. Und wollen mitprofitieren statt sich zu profilieren. Ein gefährliches Spiel!

Die Financial Times, der Spiegel und die Brexit-Debatte

Print in Die Financial Times, der Spiegel und die Brexit-Debatte

Der “Spiegel” widmet seine aktuelle Ausgabe der Brexit-Debatte – und das in deutscher wie in englischer Sprache. In den britischen Medien macht die Aktion durchaus eine Welle. Die Frage ist dennoch, inwiefern das Magazin damit über den Tag hinaus das bevorstehende Referendum beeinflussen kann. Wohl eher wenig. Aus meiner Sicht handelt es sich deshalb in erster Linie um eine geschickte Werbemaßnahme des wirtschaftlich kränkelnden Nachrichtenmagazins. Und das habe ich so auch der “Financial Times” gesagt, die mich um eine Einschätzung bat. Der “Spiegel” will so demonstrieren, dass er wieder mehr politisches Profil zeigt als in den gefühlten letzten 15 bis 20 Jahren. Damit macht er zugleich auch “Innenpolitik”, selbst wenn ein Teil seiner Ausgabe in englischer Übersetzung erscheint.

Meine OBS-Studie über das Content Marketing der DAX-30 und seine Folgen ist da

Print in Meine OBS-Studie über das Content Marketing der DAX-30 und seine Folgen ist da

Die Studie ist nun da – und die Medienresonanz ist groß sowie größtenteils positiv. Die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit haben schon am heutigen Erscheinungstag über “Content Marketing – Wie ‘Unternehmensjournalisten’ die öffentliche Meinung beeinflussen” ausführlich berichtet. Der 100-seitige Band ist in Kooperation mit der Otto-Brenner-Stiftung entstanden . Co-Autorin ist die Berliner PR-Beraterin Annette Floren. Darüber hinaus haben Meedia.de (Interview), Werben & Verkaufen, Kress News sowie – besonders freundlich – das Medienblog Altpapier das Thema aufgegriffen. Außerdem habe ich mehrere Mails von Mediennutzern und JournalistInnen bekommen, die mich in meiner Arbeit ermuntert haben. Ich sage ganz bewusst “Arbeit”, denn als Kampf oder Ähnliches betrachte ich es nicht, das Thema “Unternehmensjournalismus” und seine Folgen auf die Agenda zu bringen. Ich setze auf eine faire, vernunftbasierte Debatte und auf hoffentlich einvernehmliche Lösungen – wie zum Beispiel einen Ethikkodex.

Der Journalismus wird überleben – der Journalist auch?

Print in Der Journalismus wird überleben - der Journalist auch?

Überleben oder nicht – das ist natürlich eine ziemlich zugespitzte Frage. Genauer genommen geht es darum, wie stark sich das Berufsbild des Journalisten verändert. Wir sind schon mittendrin im Prozess. Zu diesem Thema habe ich am vorigen Samstag (4.6.) ein Impulsreferat bei der Mitgliederversammlung des Bayerischen Journalistenverbands in Regensburg gehalten. Der BJV feierte am Vorabend mit einer großen Jubiläums-Veranstaltung sein 70jähriges Bestehen – unter anderem mit Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung) und Horst Seehofer (Bayern). Dass ich am nächsten Tag ans Mikro durfte, hat mich besonders gefreut. Wen es interessiert, hier mein Impulsvortrag: Keynote-BJV-2016

Ethikkodizes: Ist Fairplay wirklich out?

Print in Ethikkodizes: Ist Fairplay wirklich out?

Ist ein Verhaltenskodex für mehr Fairplay ein “Anachronismus aus dem vorigen Jahrhundert”? Zu dieser kühnen Behauptung versteigt sich jedenfalls Lars Cords, Chief Content Officer der Agentur Scholz & Friends. Cords ist mein Gegenüber bei einem Pro & Contra im “Kontakter” (Nummer 9/2016) zu der Frage, ob die Content-Marketing-Branche einen Verhaltenskodex braucht oder nicht. Cords kommt mit dem Totschlagargument, Missbrauch werde heutzutage schon der kritische User abstrafen. Ach, ja. Die Frage ist doch vielmehr, in welchem Jahrhundert sich Cords geistig bewegt. Wohl im 19., dem des Manchester-Liberalismus, wo sich angeblich alles selbst regelte.  Wer’s denn glaubt.

Unfreiwillig komisch ist diese Einlassung allemal, haben doch gerade erst die Hochschulkommunikatoren erstmals einen Ethikkodex verabschiedet. Und dazu noch einen umfassenden und durchaus effektiven, der als Vorbild für andere Sektoren dienen könnte. Den Kodex habe ich – zusammen mit anderen Wissenschaftlern – in der Deutschen Universitätszeitung (DUZ) (Ausgabe 5/2016, “Alles für das Publikum”) kommentiert.

Aber nochmal zurück zur Ethik für das Content Marketing, wo ein Kodex noch viel dringender und notwendiger wäre als in der Wissenschaftskommunikation: Warum ich dieser Überzeugung bin, habe ich in einem Gastbeitrag für “Werben & Verkaufen” dargelegt.

Glaubenssätze

1. Der JOURNALISMUS dient der kritischen Analyse und KONTROLLE politischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Macht. Dieser Aufgabe kommt er immer weniger nach – bedingt durch die (digitale) Strukturkrise.

2. Journalisten müssen maximal unabhängig arbeiten können – dies ist angesichts des ökonomischen Drucks aber immer weniger möglich. Deshalb ist verstärkt über ALTERNATIVE FINANZIERUNGSMODELLE nachzudenken: Über öffentliche Stiftungen, Genossenschaften und werbefreies Crowdfunding.

3. Der Parteienstaat darf nicht länger so viel Einfluss wie bisher auf die ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN RUNDFUNKANSTALTEN ausüben. Die Ö-R müssen sich ihrerseits mehr auf ihre Hauptaufgaben – Information und Bildung – konzentrieren.

4. Die Öffentlich-Rechtlichen müssen endlich ihre KOSTEN OFFENLEGEN.

5. Die PRIVATEN TV-SENDER haben vor allem eine politische Funktion, nämlich die Bürger zu entpolitisieren. Darüber hinaus handelt es sich um Werbespots, um die herum Unterhaltung gelegt ist. Wobei Trash okay ist, wenn man ihn wirklich nur als Trash konsumiert – in Maßen.

6. MEDIENKOMPETENZ kann nicht Halt machen, junge Menschen vor der Suchtgefahr von FACEBOOK und anderen sozialen Netzwerken zu warnen. Es muss klar werden, dass soziale Medien unsere gesamte Kommunikation grundlegend verändern. Und dass das Folgen hat.

7. PUBLIC RELATIONS dienen immer seltener der sachlichen Information der Öffentlichkeit. PR von Unternehmen vermengt sich zunehmend mit Marketing und Werbung, so dass sie oft den Charakter von Manipulation bekommt. Dies muss sich ändern.

8. Unternehmen müssen CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY (CSR) in ihrem Verhalten gegenüber allen Anspruchsgruppen vorleben. Es reicht nicht, dass CSR nur ein Nebenarm der PR ist und der Imagepolitur dient.

9. Gute KRISENKOMMUNIKATION bedeutet: Die betroffene Organisation sollte lieber gleich „die Hosen herunter lassen“. 98 Prozent der Fehler und Verfehlungen kommen eh heraus. Wenn’s scheibchenweise passiert, ist der Imageschaden nur noch größer.

10. Es ist extrem wichtig für unsere Demokratie, dass sich NICHTREGIERUNGSORGANISATIONEN (NGOs) mit ihrer Stimme in die öffentliche Meinungsbildung einbringen. Vor allem kleinere und mittelgroße NGOs sollten sich aber nicht allein auf Kampagnen verlassen, sondern auch die Vorzüge der strategischen Kommunikation für sich entdecken.

Vita

Seit 2008
Professor für Fachjournalismus und Unternehmenskommunikation an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt

2000-2008
Technologiereporter im Wirtschaftsressort der WELT-Gruppe (Berlin/Stuttgart/Frankfurt)

1994-1999
wissenschaftlicher Mitarbeiter am John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien. Promotion („summa cum laude“) in Volkswirtschaftslehre.

1993/94
Redaktionsvolontariat beim DeutschlandRadio Berlin

1980-2001
Autor/Moderator für RIAS/DeutschlandlandRadio Berlin, freie Mitarbeit bei verschiedenenTages- und Wochenzeitungen.

Publikationen

AUSWAHL:

Content Marketing: Wie ‘Unternehmensjournalisten’ die öffentliche Meinung beeinflussen. Arbeitsheft Nr. 86 der Otto-Brenner-Stiftung. Frankfurt/Main 2016.

Das soziale Stiftungsunternehmen. Eine wirtschaftspolitische Alternative. Würzburg 2014.

„Auf dem Weg zu einem ganzheitlichen Wirtschaftsjournalismus“ (zwei Teile), in: Fachjournalist – Fachjournalismus, Fach-PR & Fachmedien (www.fachjournalist.de), erschienen: 3.4.2013.

“Always on – Überleben in der Mediengesellschaft”, in: Die Zweite Aufklärung (www.zweite-aufklaerung.de), erschienen: 1.12.2012.

„Lieber Dreisatz als Gastvortrag. Öffentliche Debatten brauchen die Mahnrufe des unbequemen Intellektuellen mehr denn je“, in: Fachjournalist, Nr. 2/2012, S. 14-19.

„Vom professionellen Entscheidungshelfer zum Community Manager? Fachmedien setzen bei ihrer Suche nach neuen Geschäftsmodellen nicht nur auf Online“, in: Fachjournalist, Nr. 4/2010, S. 4-10.

„Wirtschaftsjournalismus“, in: Quandt, Siegfried/Deutscher Fachjournalistenverband (Hg.), Fachjournalismus. Expertenwissen professionell vermitteln. 2. vollst. überab. Aufl., Konstanz 2010, S. 55-80.

Wirtschafts-Journalismus. Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis. Erschienen in der Reihe „Journalistische Praxis“. Berlin 2007.

Fotos

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    Medienexprte Prof. Dr. Lutz Frühbrodt. Foto: Johannes Untch.

Die Fotos stehen für redaktionelle Zwecke zum kostenfreien Download zur Verfügung. Belegexemplar erbeten. Die satirische oder verunglimpfende Verwendung ist untersagt.

Kontakt

Prof. Dr. Lutz Frühbrodt
Hochschule Würzburg-Schweinfurt

Email: info@medienexperte.net
Mobil: 0179-5259840

Impressum

Prof. Dr. Lutz Frühbrodt
Studiengang “Fachjournalismus und Unternehmenskommunikation”
Hochschule Würzburg-Schweinfurt
Münzstraße 19
97070 Würzburg

Telefonnummer: +49 179 5259840
E-Mail: info@medienexperte.net

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